LRS - Was hilft, was hilft nicht?

Dieser Frage geht der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Gerd Schulte-Körne nach und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Nur Förderansätze, bei denen die Kinder systematisch die Zuordnung von Lauten und Buchstaben trainieren, zeigen Erfolg. Übungen zur Leseflüssigkeit und zum Textverständnis können folgen, bringen aber nichts, wenn ein grundlegendes Training ausbleibt.

 

 

 

Im Klartext: Ein Kind mit Leseschwierigkeiten oder Legasthenie profitiert nicht von täglichen Leseübungen. Es muss zunächst einmal Sicherheit bei der Zuordnung von Lauten und Buchstaben erlangen.

Genau hierauf zielt das Fingerlesen in der Hasenschule ab. Das Leseprogramm führt die Kinder systematisch von Buchstabe zu Buchstabe. Die Fingerzeichen helfen den Kindern, die Zuordnungen von Lauten und Buchstaben im Gedächtnis zu verankern. Übungen zum Flüssiglesen und zur Sinnentnahme folgen nur mit Buchstaben, die das Kind sicher beherrscht.

 

Zur Studie: Fachzeitschrift PlosOne

(DOI: 10.1371/journal.pone.0089900)

 

www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0089900

 

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