Gesichter der Hasenschule: Elterninterview

Mutter von Falko, 8 Jahre

Weshalb haben Sie eine Fördereinrichtung gesucht? Welche Probleme, bzw. Defizite hatte ihr Kind?
Ich habe festgestellt, dass sich mein Sohn Falko mit dem Lesenlernen schwertat. Das Lesen war zu stockend und schließlich fing er an zu bocken. Beim Schreiben hat er Buchstaben nicht gehört, bspw. das „a“ in „Papa“. Mit dem Üben zu Hause war es schwierig. Ich verstand nicht, warum er die Buchstaben nicht hörte. Hausaufgaben waren eine Katastrophe. Ich habe mir selber Material gesucht, aber das hatte nichts gebracht. Falko hatte keine Lust mehr. Unsere Mutter-Kind-Beziehung war ungemein belastet.

Wie haben Sie die Hasenschule gefunden?
Nach den Herbstferien war der erste Elternsprechtag. Die Lehrerin lobte zwar Falkos Fortschritte, aber ich wusste, dass diese auf mich zurückgingen, weil ich viel mit ihm geübt hatte. Ich als Mutter merkte, dass das nicht ausreichte. Zuerst habe ich in der Umgebung nach Instituten für Legasthenie gesucht. Dann bin ich durch Zufall im Gespräch mit einer Arbeitskollegin, deren Kind einmal erfolgreich die Hasenschule besucht hatte, auf die Hasenschule gestoßen.

Warum haben Sie sich für die Hasenschule entschieden?
Ich hatte das Gefühl, dass Falko schnelle Erfolge brauchte, weil das erste Halbjahr schon um war. Die Hasenschule fördert die Kinder intensiv, dreimal in der Woche, damit die Kinder schnell wieder die Klassenziele erreichen. Das hat mich überzeugt. In das Anmeldegespräch sind wir beide gestresst hineingegangen, aber total erleichtert herausgekommen.

Welche Fortschritte hat Ihr Kind gemacht?
Das Lesen ist schon viel besser geworden, die Hälfte des Programms hat er schon hinter sich. Im Mathematikunterricht hinkte er auch hinterher. Er ist ein zählender Rechner und damit kommt er nie weiter. Darum habe ich ihn auch im Matheunterricht angemeldet. Dort sehe ich auch Fortschritte. Falko ist zwar noch nicht auf seinem Klassenstand, aber das wird schon und da hilft ja die Hasenschule.

Was schätzen Sie an der Hasenschule?
Alles spricht für das Programm. Es ist kleinschrittig und baut aufeinander auf, Falko braucht nämlich feste Strategien. In der Schule bekommen die Lehrer nicht immer mit, was die Schüler nicht können. In der Hasenschule wird individuell unterrichtet, die Lehrer dort sehen gleich, wo das Kind hakt. Der Umgang mit Kindern ist super, man geht auf die Kinder ein, eben weil dort viele Helfer sind. Die Motivation kommt durch das persönliche Lob, dadurch werden die Kinder wirklich motiviert, sie sind stolz und auch selbstbewusst, weil sie endlich auch mal Erfolgserlebnisse haben. Manchmal hat Falko keine Lust auf die Hasenschule, er würde lieber mit seinem Bruder oder seinem Freund spielen. Dann muss ich ihn schon mal in die Hasenschule locken, aber er geht immer glücklich und zufrieden nach Hause. Vor allem bin ich jetzt beruhigt, und genau das wirkt sich auf unsere Beziehung aus.

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