Häufige Fragen zur Hasenschule

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  • Wie läuft das Aufnahmegespräch ab?

    Das Aufnahmegespräch soll uns helfen, den Förderbedarf Ihres Kindes festzustellen. Uns ist dabei wichtig, dass das Kind von einer Person begleitet wird, die mit den schulischen Problemen vertraut ist; in der Regel ist das die Mutter. Die Schilderung der Probleme durch die Mutter gibt meist schon erste Hinweise auf den Förderbedarf. Zusätzlich testen wir Intelligenzlage; neben dem IQ gibt der Test Aufschluss über das Lern- und Arbeitsverhalten des Kindes. Um den Lernstand zu ermitteln, werden meist in Interviewsituationen die Lesefähigkeit, das mathematische Grundwissen oder die rechtschriftlichen Fähigkeiten getestet. Mithilfe der erworbenen Kenntnisse wird ein Lernprogramm auf das Kind zugeschnitten.

  • Brauchen Grundschüler Nachhilfe?

    Lernschwierigkeiten treten in vielfältiger Form und in allen gesellschaftlichen Milieus auf. Viele dieser Schwierigkeiten werden durch schulische Förderkonzepte aufgefangen. Darüber hinaus haben einige Schüler einen besonderen und zusätzlichen Förderbedarf. Auf die Förderung solcher Schüler hat sich die Hasenschule in den Lernbereichen Lesen, Rechtschreiben und Mathematik spezialisiert. Beim Lesen und Rechtschreiben geht man von 2-3 Schülern einer durchschnittlichen Grundschulklasse aus, die trotz eines qualitativ guten Unterrichts auf besondere Förderung angewiesen sind. Neue Erkenntnisse der Unterrichtsforschung verzeichnen einen ähnlich hohen Förderbedarf in dem Unterrichtsfach Mathematik.

  • Wie lange dauert es, bis mein Kind lesen kann?

    Der Lernerfolg hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Da jedes Kind mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zu uns kommt, ist auch das Lerntempo individuell. Im Durchschnitt dauert es ein halbes Jahr (bei drei Unterrichtsstunden pro Woche), bis ein Kind mit der Rabanus-Methode flüssig lesen kann.

  • Wie groß sind die Gruppen?

    In der Regel arbeiten zwischen 3 bis 10 Kinder gemeinsam in einem Raum. Jedes Kind hat seinen eigenen Lernplan und wird von einer Lehrerin und zusätzlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Die Gruppengröße hängt von dem Kurs aber auch von den einzelnen Kindern ab. Beim Lesen betreut eine Lehrerin ca. 6 Schüler, beim Schreiben ca. 5 Schüler und beim Rechnen ca. 3 Schüler. 

  • Mein Kind ist in der 2. Klasse und kann noch nicht richtig lesen. Ist das normal?

    Bereits ab der zweiten Klasse ist das Lesen die Voraussetzung, um in den unterschiedlichen Unterrichtsfächern erfolgreich arbeiten zu können. Ein Förderbedarf besteht für Erstklässler, die nach Weihnachten die erlernten Buchstaben nicht speichern können, Buchstaben verwechseln und nur sehr mühsam Wörter erlesen. Oft lernen diese Kinder Wörter auswendig oder raten beim Lesen. Dies führt dazu, dass ihre Probleme manchmal nicht rechtzeitig erkannt werden. Es reicht aber nicht aus, diesen Kindern einfach mehr Zeit zum Lernen zu geben, indem sie z. B. eine Klasse wiederholen. Sie benötigen eine spezielle Förderung.

  • Was sind Anzeichen für eine Lese-Rechtschreib-Schwäche?

    Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Legasthenie kann vorliegen, wenn das Kind Schwierigkeiten hat, Lesen und Schreiben innerhalb der in der Schule vorgesehenen Zeit zu erlernen. Anzeichen einer LRS können sein:

    • ·      häufige Fehler beim (Vor-)Lesen
    • ·      langsames, stockendes, silben- oder wortweises (Er-)Lesen
    • ·      Verwechslung ähnlich klingender Laute
    • ·      Vertauschen der Reihenfolge der Buchstaben
    • ·      Auslassen oder Hinzufügen von Buchstaben/Wörtern
    • ·      Schwierigkeiten bei der Sinnentnahme.

    Falls Sie Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens bei Ihrem Kind bemerken, kann eine frühzeitige Förderung diese Probleme erheblich mindern oder gar beheben.

  • Mein Kind darf schreiben, wie es spricht. Ist das sinnvoll?

    In vielen Schulen herrscht die Devise: Schreibe, wie du sprichst, den Rest lernst du später. Doch offensichtlich ist das ein Trugschluss.

    Tatsächlich hat sich die Rechtschreibung der Grundschüler in den vergangenen Jahren enorm verschlechtert. Unsere Kinder sind aber nicht dümmer geworden und nur die wenigsten leiden unter Legasthenie. Rechtschreibung hat viel mit Übung und systematischem Lernen zu tun. Beides kommt für viele Schüler schlicht und einfach zu kurz. Notwendig sind Übungszeit, eine systematische Anleitung und verschiedene Grundtechniken, wie z. B. eine saubere und flüssige Handschrift.

  • Wie wichtig ist eine gut lesbare Handschrift?

    Eine gut lesbare Handschrift ist vor allem für Kinder mit Rechtschreibschwierigkeiten oder einer Rechtschreibschwäche von Bedeutung. Sie neigen zu einer schnellen und unleserlichen Handschrift. Durch die Aufforderung, schön und lesbar zu schreiben, verringert sich automatisch das Schreibtempo. Die Kinder konzentrieren sich stärker auf das Schreiben und können so Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

  • Kann auch mein Kind Rechnen lernen?

    Die gute Nachricht ist: Ja! Wenn ein Kind Probleme beim Rechnen hat, dann liegt das meistens daran, dass der Mengenbegriff im Zahlenraum 10 nicht ausreichend gefestigt ist. Mit der richtigen Förderung ist es jedem Schüler möglich, den sicheren Umgang mit Mengen zu erlernen. Bewegt sich das Kind dann sicher im Zehnerbereich, können auch schwierige Aufgaben wie die Zehnerüberschreitung oder die Zehnerunterschreitung in gut zu bewältigende Schritte aufgebrochen und gerechnet werden. Diese Strategie kann dann auf die weiteren Zahlenräume angewendet werden.

  • Woher kommt der Name Hasenschule?

    Katrin Rabanus, die Gründerin der Hasenschule berichtet: „Unser erster Schulraum war eine ehemalige Kegelbahn – ohne Licht, ohne Luft und ohne Heizung. Ein befreundeter Künstler frage mich, ob er uns ein paar Bilder malen solle. Als Vorlage wählte er das Kinderbuch „Die Häschenschule“ von Fritz Koch-Gotha und Albert Sixtus. Mit den Bildern an der Wand war der Name „Hasenschule“ dann nicht mehr weit.“

  • Wie sind die Mitarbeiter ausgebildet?

    Eine große Gruppe der Mitarbeiter sind ausgebildete Lehrer der unterschiedlichen Schulformen, viele im und einige nicht mehr im Schuldienst. Auch andere pädagogische, soziale oder therapeutische Berufsgruppen, wie z.B. Sozialpädagogen oder Logopäden sind in der Hasenschule vertreten. Einige ehrenamtliche Mitarbeiter sind betroffene Eltern. Sie haben sich dazugesellt, nachdem sie miterlebt haben, wie und wodurch ihren Kindern geholfen wurde. Andere wollen sich nach oder neben dem Berufsleben sozial engagieren.

    Alle Mitarbeiter der Hasenschule werden laufend fachlich und methodisch fort- oder weitergebildet. So sind im Laufe der Jahre Spezialisten herangebildet worden, die ganz gezielt auf die speziellen Lernbedürfnisse der Kinder angesetzt werden können.